Wie funktioniert Open Peer Review?

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Haben Sie schon einmal von „Open Peer Review“ (OPR) gehört und fragen sich, was damit gemeint ist?

Open Peer Review ist ein Sammelbegriff für verschiedene Möglichkeiten, das Begutachtungsverfahren nach dem Modell der offenen Wissenschaft zu gestalten. Dies beinhaltet unter anderem die Identitäten der Autor*innen und Gutachter*innen zu veröffentlichen, so wie die Gutachten zu veröffentlichen. Dies ermöglicht eine größere Partizipation und eine größere Transparenz des Verfahrens.

Es gibt je nach Fach und Publikationsplattform verschiedene Open Peer Review Modelle. Hier sind einige der möglichen Merkmale eines Open Peer Review Verfahrens:

  • Offene Identitäten: Autor*innen und Gutachter*innen sind sich der Identität des anderen bewusst
  • Offene Gutachten: Berichte werden neben dem entsprechenden Artikel veröffentlicht.
  • Offene Partizipation: Die wissenschaftliche Community kann am Begutachtungsverfahren teilnehmen.
  • Offene Interaktion: Eine direkter Austausch zwischen Autor*innen und Gutachter*innen ist erlaubt oder gewünscht.
  • Offene Manuskripte: Manuskripte werden schon im Vorfeld der formalen Begutachtungsverfahren veröffentlicht (z. B. über Pre-Print-Server wie arXiv).
  • Offene endgültige Versionen: endgültige Versionen einer Publikation können weiterhin kommentiert und rezensiert werden.
  • Offene Plattformen: Das Begutachtungsverfahren ist unabhängig von der Publikation da es auf einer anderen Plattform als der endgültige Veröffentlichungsort stattfindet.

Ross-Hellauer, Tony. "What is open peer review? A systematic review." F1000Research 2017, 6:588 (doi: 10.12688/f1000research.11369.1) CC0 1.0 Public domain dedication.

Tennant, Jon. "Defining Open Peer Review at ScienceOpen." May 15, 2017. http://blog.scienceopen.com/2017/05/defining-open-peer-review-at-scienceopen/

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